Rauchmelder

Rauchmelder können Brände schnell erkennen. Sie schlagen Alarm, der laut zu hören ist. Jedoch nur in unmittelbarem Bereich. Für Räume hinter den Räumen sind funkvernetzte Rauchmelder sinnvoll. Die sicherste Lösung ist eine BMZ (Brandmeldezentrale) mit diversen verteilten Rauchmeldern, aufgeschaltet auf die Feuerwehr.

 

Brandschutz ist Ländersache. Jedes Bundesland gibt sich seine eigenen Brandschutzregeln. Rauchmelder sind in Privatwohnungen inzwischen in ganz Deutschland Pflicht. In Betriebe gibt es keine grundsätzliche Pflicht. Besonders in Betrieben mit sozialem Auftrag wie z.B. Gebäude des Kinderschutzbundes. Dort sind Rauchmelder sinnvoll. Noch besser sind dann funkvernetzte Rauchmelder, damit alle anwesenden Personen, gerade auch nachts, den Brand hören können und alle anderen Personen warnen können. Oder diese werden automatisch durch den Lärm geweckt bzw. alarmiert.

 

Zu empfehlen sind immer Rauchmelder, die nach DIN 14604 (Melder mit CE-Zeichen) zertifiziert sind.

 

 

 

Ausgebrannt. Werkstatt unbrauchbar geworden. Das Wellblechdach ist weggeflogen. Eindrucksvoll. Der Brand ist nicht auf andere Gebäude übergesprungen. Mitarbeiter haben den Brand noch rechtzeitig bemerkt. Es war die dünn besetzte Spätschicht. Rauchmelder waren nicht vorhanden, waren aber auch keine Pflicht. Der Brand ging von einem Hochdruckreiniger aus, der innen offensichtlich verrußt war. Ich war die zuständige Sifa.


Repeaterfunktion

Diese Funktion möchte ich doch näher erläutern. Die Frage ist, ob der Alarm eines Rauchmelders alle anderen gleichzeitig alarmieren soll. Das hängt dann stark von der Reichweite ab. Nicht alle Melder im Gebäude werden also Lärm machen. Das ist immer der Fall, wenn mehrere Wände dazwischen liegen, ähnlich wie beim WLan.

 

Sollen also alle Melder angesprochen werden, muss jeder Melder über diese Repeaterfunktion verfügen. Die Melder sind sozusagen in Reihe, also hintereinandergeschaltet. Der alarmierte Melder reicht das Signal also an den Nächsten weiter, und der an den Nächsten usw.. Das beeinflusst natürlich die Kosten.

 

Weitere Kriterien

In den weiteren sechs Schritten können gewählt werden:

  • Batterieart
  • Magnet- oder Klebepad
  • schlafzimmertauglich
  • stummschalten
  • Q-Zertifizierung (früher auch VdS-geprüft)
  • Kosten

Zur Erklärung:

  • Magnet- oder Klebepad kommt ohne Dübeln oder Verschrauben aus. Allerdings ist der Halt an der Decke geringer. Die Decke muss eben und glatt sein. Liebe Raufaserfreunde.
  • Schlafzimmertauglich meint das Kontrolllämpchen. Dieses flackert dann nicht ständig, was Viele als störend empfinden, sondern nur im Notfall.
  • Stummschalten macht in dem Moment Sinn, wenn Eintagsfliegen oder andere kleine Insekten, zu viel Staub, Wasserdampf oder zu viel Zigarettenrauch sich im Rauchmelder eingefunden haben und diesen ausgelöst haben. Mit der Stummschalttaste kann dann das laute und nervige Piepgeräusch sofort und ohne Demontage ausgeschaltet werden. Später kann er dann wieder eingeschaltet werden.

 

Nicht funkvernetzter Rauchmelder. Nach Renovierungsarbeiten hat der Melder seinen Weg an die Decke noch nicht gefunden.

 

Einfache und billige Variante gibt es auch beim Rauchmelder-Experten für zuhause.